Nürnberg eine Nummer zu groß Zum Beginn der diesjährigen Aufstiegsrunde in der Oberliga Bayern mussten die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt die Reise nach Nürnberg antreten. Die ohne fünf Stammspieler angereisten Gäste rechneten sich beim Aufstiegsfavoriten keine Siegchancen aus und am Ende stand ein klarer 15:8(1:1;7:2;4:2;3:3)-Sieg der Nürnberger im Spielprotokoll. Doch das Spiel war deutlich ausgeglichener als es das Endergebnis erscheinen lassen vermag. So konnten die Delphine das Spiel von Beginn an gut mitspielen, waren teilweise sogar die überlegene Mannschaft und hatten mit Florian Pirzer einen exzellent aufgelegten Torwart zwischen den Pfosten stehen, der die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung brachte. Die starke Mannschaftsleisteung der Delphine wurde dann auch nach knapp 6 Minuten mit dem 0:1 durch Jan Chacko in Überzahl gekrönt. Überhaupt war festzustellen, dass die Ingolstädter ihre Überzahlsituationen nun deutlich besser nutzten als noch in der Vorrunde, als das Spiel mit einem Mann mehr im Wasser noch zur großen Schwäche der Delphine gehörte. Um so ärgerlicher war dann das 1:1 nur 2 Sekunden vor der ersten Pause. Im zweiten Viertel waren 40 Sekunden gespielt, als die Gastgeber einen 4m-Strafwurf zum 2:1 nutzen konnten. Doch die Delphine ließen sich nicht beirren, spielten weiter munter mit und kamen erneut in Überzahl zum 2:2-Ausgleich durch Philipp Pirzer. Doch wieder konnten die Nürnberger nachlegen, diesmal nutzten sie eine Überzahlsituation zum 3:2. Aber die Moral bei den Ingolstädter war heute immens, nach einem verpatzten Überzahlspiel konnten sie einen 4m-Strafwurf erzwingen, den Alexander Puscas zum 3:3 verwertete. Was jetzt folgte war vielleicht die spielentscheidende Schwächephase der Gäste. Nürnberg konnte binnen 140 Sekunden auf 8:3 davonziehen und damit war das Spiel schon gelaufen. Im dritten Durchgang konnte Uli Schmid zwar noch auf 8:4 verkürzen, doch die Nürnberger konnten erneut nachlegen. Durch zwei Überzahlsituationen zogen sie auf 10:4 davon. Ein erneutes Überzahlspiel brachte den Delphinen durch Philipp Pirzer das 10:5, ehe Gastgeber auf 12:5 davonzogen. Der letzte Spielabschnitt begann für die Gäste wieder sehr unglücklich, innerhalb von einer Minute kassierte man erneut zwei Gegentore zum 14:5. Man merkte den Delphinen nun schon die schwindende Kondition aufgrund des harten Spieles an, nichtsdestotrotz erzielten Christian Ungar, Uli Schmid sowie Philipp Pirzer noch weitere Treffer zum 14:8. Schlusspunkt des Spiels war ein erneuter 4m-Strafwurf für Nürnberg, der zum 15:8-Endstand verwandelt wurde. Am nächsten Wochenende stehen für die Delphine zwei weiter schwere Auswärtsspiele in Coburg sowie in Bayreuth an. Es spielten: Pirzer F., Pirzer P. (3), Ritter, Puscas (1), Schmid (2), Hell , Janitza, Chacko (1), Ungar (1) |