Coburg gewinnt Pokalspiel gegen Delphine Drei Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen in der Liga standen sich am Sonntag wieder die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt und die des WBG Coburg in der ersten Runde des Bayerischen Wasserballpokals gegenüber. Es hätte ein schönes und sicherlich auch spannendes Spiel werden können, doch Schiedsrichter Rühl aus Günzburg, der im übrigen sein erstes und hoffentlich auch letztes Spiel hier in Ingolstadt gepfiffen hat, schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein. Schon vor Spielbeginn beschwerte er sich über alles was ihm in den Sinn kam (z.B. über das junge Kampfgericht, die Bälle, die Spielfeldmarkierungen) und daher war man sich im Ingolstädter Lager schon vor dem Anpfiff im Klaren darüber, dass man heute vor allem einen Gegner hatte, und der kam aus Günzburg. So kam es wie erwartet, der Mann in weißer Hose und blauem Hemd ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen wer heute gewinnen sollte. So kam es bereits in der ersten Minute zum 0:1 für Coburg. Ganze 30 Sekunden später musste Christian Ritter eine Hinausstellung absitzen, die prompt zum 0:2 führte. Kaum waren die Delphine einmal im Vorwärtsgang wurde ihnen dieser zum Verhängnis, da Herr Rühl offensichtlich bei jedem Angriff der Delphine eine Regelwidrigkeit entdeckte. So verwunderte es kaum, dass es bereits nach gut drei Minuten schon 0:5 stand (die Gegentreffer fielen zumeist in Unterzahl, Johannes Ullrich und Uli Schmid mussten eine Strafzeit absitzen). Sieben Sekunden vor Ende des ersten Viertels wurde dann auch noch Philipp Pirzer völlig unverständlich und ohne jeglichen Grund vom Schiedsrichter für den Rest des Spiels zum Zuschauen geschickt. Das noch vor der Pause das 0:7 fiel störte mittlerweile keinen mehr, das Spiel hätten die Delphine unter diesen Umständen sowieso nicht mehr gewinnen können. Eine Minute waren im zweiten Viertel gespielt, da verschuldete Christian Ungar einen 4m-Strafwurf, den jedoch der überragende Florian Pirzer im Tor der Ingolstädter souverän parierte. Doch fanden die Delphine keinen Weg gegen das Coburger Spiel und so rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor von Florian Pirzer und die Gäste zogen auf 0:12 davon. Eine Sekunde vor der zweiten Pause schaffte dann Johannes Ullrich endlich den erste Treffer für Ingolstadt. Der dritte Durchgang begann wie schon der vorherige mit einen Strafwurf für Coburg, diesmal verschuldet von Johannes Ullrich. Doch auch diesmal behielt Florian Pirzer die Nerven und entschärfte ihn. Nun hatten sich die Delphine besser auf den Gegner eingestellt und es gelangen einige schöne Angriffe, die auch postwendend zum Erfolg führten. Das 2:12 durch Jan Chacko und das 3:12 durch den starken Johannes Ullrich zeigten, dass die Gastgeber unter anderen Voraussetzungen durchaus mit den Coburgern hätten mithalten können. Zwar kassierte man in Unterzahl noch das 3:13, aber Alexander Puscas gelang noch das 4:13, mit dem es in die letzte Pause ging. Im letzten Spielabschnitt gelang den Gästen gleich das 4:14 und kurze Zeit später in Überzahl (Christian Ungar saß eine Strafe ab) gar noch das 4:15. Trotzdem bewiesen die Delphine Moral und spielten weiter munter mit. Und das gar nicht einmal schlecht, zweimal Jan Chacko und dreimal Johannes Ullrich verbesserten das Ergebnis auf 9:17. Doch in den letzten 90 Sekunden waren die Delphine nicht mehr ganz bei der Sache und kassierten noch drei Gegentore zum 9:20-Endstand. Schade eigentlich, auch wenn man bedenkt dass Coburg erster in der Oberliga Bayern ist, dass das Spiel einen zu Beginn so unglücklichen Verlauf genommen hat, es hätte unter normalen Voraussetzungen durchaus ein schönes und spannendes Pokalspiel werden können, darin waren sich beide Mannschaften nach Spielende einig. Es spielten: Pirzer F., Pirzer P., Ritter, Puscas (1), Ullrich (5), Geinzer M., Huber, Chacko (3), Ungar, Schmid, Geinzer B., Hell |