Bittere Niederlagen für Delphine

Zwei bittere Niederlagen mussten die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt am vergangenen Wochenende in der Aufstiegsrunde der Oberliga Bayern einstecken. Am Samstag setzte es gegen den Tabellenführer aus Coburg eine klare 24:5(4:1;7:1;4:0;9:3)-Klatsche und auch am nächsten Tag machten es die Ingolstädter beim 22:8(5:1;6:1;6:4;5:2) in Bayreuth nicht viel besser. Das Spiel in Coburg begann noch recht ordentlich, nach dem ersten Gegentreffer in der 3. Minute konnte man in Überzahl durch Alexander Puscas den Ausgleich markieren. Doch danach merkte man schon wie das Spiel laufen sollte, die Coburger waren vor allem schwimmerisch drückend überlegen und ließen die Delphine ins offene Messer laufen. Immer wieder lockten sie die Gäste vor ihr Tor, um dann einen ihrer gefährlichen Konter zu fahren. Mit dieser Taktik erwischten sie die Ingolstädter genau an der richtigen Stelle und fortan sollte ein Konter nach dem anderen im Ingolstädter Tor einschlagen. Nachdem das erste Viertel "nur" 4:1 endete, drehten die Coburger im zweiten Durchgang mächtig auf. Einzig Philipp Pirzer war auf Ingolstädter Seite noch ein Tor in diesem Durchgang vergönnt, zum Pausenpfiff stand es bereits 11:2. Im folgenden Spielabschnitt fingen sich die Delphine wieder ein wenig und konzentrierten sich jetzt mehr auf die Defensive, trotzdem sollte es vor dem letzten Viertel schon 15:2 stehen. Das bei einem derartigen Spielstand die Motivation und Kampfbereitschaft nachlassen würde, war ja zu erwarten, aber einen solch heftigen Einbruch hätte dann doch keiner erhofft. Lediglich Christian Ritter, Alexander Puscas, der im übrigen auch noch ein unglückliches Eigentor schoss, sowie Philipp Pirzer konnten noch Treffer für Ingolstadt erzielen. Am Ende hieß es 24:5 für Coburg. Selbst wenn man bedenkt das Stammtorwart Florian Pirzer aufgrund seiner Abiturprüfung nicht mit von der Partie war, ist das Ergebnis doch ziemlich beschämend.

Es spielten: Thräne K. , Pirzer P. (2), Ritter (1), Puscas (2),Ullrich, Hendrichs, Chacko, Ungar, Apitzsch, Hell

Am Sonntag ging es wieder in den Norden Bayerns, diesmal aber zum SV Bayreuth. Diesem hatte man in der Vorrunde noch ein 4:4 abgekämpft, doch so eng sollte es diemal nicht zugehen. Nachdem sich Holger Hendrichs am Samstag einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, reisten die Delphine nur mit 9 Mann nach Bayreuth. Das sowie das kräfteraubende Spiel keine 18 Stunden zuvor merkte man den Ingolstädern bereitete den Ingolstädtern vor allem in konditioneller Hinsicht Probleme. Bereits nach 138 Sekunden führte Bayreuth mit 3:0, darunter wieder einmal zwei Tore des Ex-Ingolstädter Wolfgang Übersetzig, der insgesamt achtmal traf. In der vierten Minute war es dann Staffen Apitzsch, der die Delphine in Überzahl auf 3:1 heranbrachte. Das half jedoch wenig, wie tags zuvor die Coburger setzten auch die Bayreuther auf schnelle Konter. So stand es mit dem ersten Pausenpfiff 5:1. Es folgte das in dieser Saison bei den Delphine schon traditionell schwache zweite Viertel, das 6:1 endete. Einziger Torschütze war Spielertrainer Christian Ungar. Im dritten Durchgang sah das ganze wieder etwas besser aus, endlich kamen die Ingolstädter auch mal zu der ein oder anderen Torchance, die sie auch zum Großteil verwerteten. Johannes Ullrich, Alexander Puscas trafen jeweils zweimal. So ging es mit einem 17:6 in das letzte Viertel. Auch hier waren es wieder die Bayreuther, bei denen sogar ein aktiver Bundesligaspieler mitwirkte, die den Ton angaben. Nach fünf Bayreuthern Treffern zum 22:6 waren es Steffen Apitzsch sowie Christian Ritter, die das Endergebnis markierten. Alles in allem also ein schwarzer Wochenende für die Delphine, jedoch ist man voller Hoffnung für die nächsten Heimspiele, da man dort wieder auf einen deutlich größeren Kader zurückgreifen können wird.

Es spielten: Thräne K. , Pirzer P. , Ritter (1), Puscas (2), Ullrich (2), Chacko, Ungar (1), Apitzsch (2), Hell