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Die Saison 2000/2001 in der Oberliga Bayern Es war eine verrückte Saison, die die Wasserballer der Delphine im letzten Jahr durchlebten. Toll gestartet stand man lange Zeit mit einem Bein in der Aufstiegsrunde, dann zogen sich jedoch völlig unerwartet mit dem TV Memmingen und dem SV Augsburg II gleich zwei der sechs angetretenen Mannschaften aus der Oberliga zurück. Dies führte zu der kuriosen Situation, dass die Delphine zum einen zwar sicher in der Aufstiegsrunde vertreten waren und damit das beste Abschneiden seit dem Aufstieg in die Oberliga feiern konnten, gleichzeitig jedoch mit nur einem Punkt aus zwölf Spielen so wenig Punkte wie noch nie für sich verbuchen konnten. Doch nun der Reihe nach. Starker Saisonauftakt Die Saison begann für die Delphine äußerst vielversprechend. Bereits im ersten Spiel konnte man den ersten Punkt der neuen Saison feiern, als man in Bayreuth zu einem verdienten 4:4(0:0;0:1;2:1;2:2) kam. Die Mannschaft zeigte eine starke Leistung gegen die favorisierten Gastgeber, lediglich mit dem Überzahlspiel hatte man so seine Probleme - zweimal vergab man eine todsichere 6 gegen 4 Situation. Doch dafür klappte das Unterzahlspiel um so besser, noch dazu wenn man bedenkt, dass man, wie leider bei fast allen Spielen in dieser Saison, auf einige Stammspieler verzichten musste. Zwei Wochen später stand das erste Heimspiel auf dem Programm, Gegner war die zweite Mannschaft des SV Augsburg. Von dem starken Saisonauftakt in Bayreuth beflügelt hatten die Delphine das Spiel von der ersten Minute an unter Kontrolle. Lediglich in den letzten Minuten des dritten Viertels schlichen sich bei den Delphinen einige Unkonzentriertheiten ein, so dass aus einer klaren 11:6 Führung noch ein 11:9 wurde. Dann besonnen sich die Ingolstädter jedoch ihrer Stärken und legten zum 16:11(3:2;6:3;2:3;5:3)-Endstand nach. Nach diesem Sieg befanden sich die Delphine auf dem dritten Tabellenplatz. Die ersten Niederlagen Es folgte eine vierwöchige Winterpause über Weihnachten und Neujahr, ehe Mitte Januar die nächsten Spiele auf dem Programm standen. Diesmal empfingen die Delphine den SV Bayreuth in der Ochsenschlacht und man hatte sich aufgrund des 4:4 im Hinspiel doch einiges für dieses Spiel ausgerechnet. Aber es kam alles anders als erwartet. Bereits nach vier Minuten lag man mit 0:3 zurück, bis zur ersten Pause stand es gar 1:5. Es waren vor allem grobe taktische Schnitzer sowie eine Vielzahl an unnötigen Fehlpässen, die den Bayreuthern das Spiel erleichterten. Nach dem 1:8 schien das Spiel gelaufen, jedoch schafften es die Ingolstädter bis auf 5:9 heranzukommen und neue Hoffnung keimte auf. Doch alle Mühe reichte nicht und man musste am Ende ernüchternd feststellen, das man aufgrund dieser schwachen Leistung mit dem 5:15(1:5;0:3;4:4;0:3) noch einigermaßen gut bedient war. Tags drauf stand die Reise nach Nürnberg an. Mit der Hoffnung auf eine Trotzreaktion ging man in das Spiel, und in den ersten Minuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Jedoch nutzten die Nürnberger die sich ihnen bietenden Chancen cleverer und konnten bis auf 7:2 davonziehen. Doch wer jetzt die Kapitulation der Ingolstädter Mannschaft erwartet hatte wurde positiv überrascht. Die Delphine zeigten von nun an eine geschlossene Mannschaftsleistung und kämpften sich bis zum 9:9 Ausgleich heran. Durch den Ausgleichstreffer übermotiviert mussten die Delphine jedoch im weiteren Spielverlauf sehr viele Strafzeiten hinnehmen, unter anderem wurden zwei Spieler mit einem Spielausschluss bestraft. Dadurch begünstigt konnten die Franken den 19:11(4:2;4:2;3:5;8:2)-Endstand herstellen. Eine Woche später empfingen die Delphine die Nürnberger zum Rückspiel. Und auch diesmal war es eine äußerst knappe Angelegenheit. Die Führung wechselte von Minute zu Minute und erst im letzten Viertel erzielten die Nürnberger das wohl vorentscheidende Tor zum 6:7. Um den Sieg doch noch zu erzwingen setzten die Ingolstädter alles auf eine Karte und schwammen den Gästen ins offene Messer. Lediglich eine Minute und drei Kontertore später stand es 6:10 und das Spiel war gelaufen, wenngleich die Delphine noch auf 8:10 verkürzen konnten. Am nächsten Morgen ging es zum TV Memmingen, immerhin zweiter in der Vorsaison. Allerdings musste man auch diesmal einige Ausfälle verkraften, allen voran Stammtorhüter Florian Pirzer. Das Spiel begann dennoch recht vielversprechend, gleich dreimal konnte man in Führung gehen, ehe die Favoriten aus Memmingen zu ihrem Spiel fanden. Letztendlich kassierte man eine herbe 19:6(7:3;3:0;5:2;4:1)-Schlappe. Einige Tage später zeigten die Delphine in Augsburg dann jedoch wieder eine äußerst ansprechende Leistung und sicherten sich mit einem nie gefährdeten 7:10(2:2;3:2;1:5;1:1)-Auswärtssieg zwei wichtige Punkte. Die Mannschaft um Spielertrainer Christian Ungar beherrschte den Gegner nach Belieben und zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Selbst durch die mehrmaligen Ausgleichstreffer der Gastgeber ließen sich die Ingolstädter nicht aus dem Konzept bringen. Ein völlig anderes Bild zeigte die Mannschaft dagegen am nächsten Spieltag in Coburg. Statt wie gegen Augsburg das Spiel zu machen ließ sie sich vom Gegner von Beginn an unter Druck setzen und fand nie zu ihrem Spiel. Allein die Tatsache, dass zur Halbzeit des Spiels noch nicht einmal ein einziges Tor für die Delphine im Spielbericht auftauchte verdeutlicht die erschreckend schwache Offensivleistung in diesem Spiel. Dass zu allem Überfluss auch noch Spielertrainer Christian Ungar nach gerade einmal acht gespielten Minuten für den Rest der Partie des Wassers verwiesen wurde verschlechterte die Lage der Delphine noch weiter. Trotzdem kamen sie noch zu Toren und gewannen gar das letzte Viertel, am Ende hieß es allerdings 14:7(3:0;3:0;5:3;3:4). Im Rückspiel in Ingolstadt bewiesen die Delphine, dass die deftige Niederlage eine Woche zuvor nur ein Ausrutscher war. Zwar verlor man auch dieses Spiel mit 12:17(4:6;3:4;1:5;4:2), aber das Spiel war über weite Strecken absolut ausgeglichen. Lediglich die wieder einmal mangelhafte Chancenverwertung der Delphine verhinderte einen Sieg über den Tabellenführer. Augsburg und Memmingen ziehen sich zurück Das Spiel gegen Coburg war auch gleichzeitig das letzte Vorrundenspiel der Ingolstädter, da sowohl Memmingen sowie zwei Wochen später auch Augsburg ihre Mannschaften vom Spielbetrieb aus der Oberliga Bayern zurückzogen. Durch die umstrittenen Entscheidungen der beiden Vereine, die zu heftigen Diskussionen über die Einführung einer empfindlichen Geldstrafe im Falle eines Rückzugs ab der nächsten Saison bei der Ligenleitung führten, verblieben nunmehr lediglich vier Vereine in der Oberliga. Dadurch schafften die Delphine erstmals seit dem Aufstieg in die Oberliga frühzeitig den Klassenerhalt. Allerdings traf die neue Situation die Ingolstädter Mannschaft am härtesten, da alle Punkte gegen die beiden zurückgezogenen Mannschaften annulliert wurden. Und genau gegen diese beiden Gegner hatten die Ingolstädter die meisten Punkte von allen vier verbliebenen Mannschaften geholt. Somit war der Klassenerhalt zwar frühzeitig gesichert, allerdings stand damit auch schon so gut wie fest, dass man am Ende nur den vierten Platz in der Aufstiegsrunde belegen würde. Nach dem Abschluss der Vorrunde stand noch die erste Runde des BSV-Pokals für die Delphine auf dem Programm. Daheim ging es erneut gegen Coburg. Das Spiel endete 9:20, jedoch waren sich nach Spielende beide Mannschaften darüber einig, dass der aus Günzburg angereiste Schiedsrichter einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und mitunter fragwürdige Entscheidungen getroffen hatte und man unter normalen Umständen wohl ein spannendes Pokalspiel erlebt hätte. Das erste Mal Aufstiegsrunde Einige Wochen später begann die Aufstiegsrunde der Oberliga Bayern, an der die Delphine aufgrund der oben erwähnten Umstände das erste Mal teilnehmen durften. Das Auftaktmatch in Nürnberg verlor man zwar relativ deutlich mit 15:8(1:1;7:2;4:2;3:3), jedoch war das Spiel ausgeglichener als man anhand des Ergebnisses vermuten mag. Und das trotz des Fehlens von fünf Stammspielern auf Seiten der Delphine. Ganz und gar nicht ausgeglichen verliefen dagegen die Auswärtsspiele in Coburg und in Bayreuth. Dass man in dieser Saison wohl nicht gegen Coburg gewinnen kann hatte man ja in den drei vorherigen knappen Aufeinandertreffen schon festgestellt, aber mit einem derart deutlichen 24:5(4:1;7:1;4:0;9:3) hatte dann doch niemand gerechnet. Keine 18 Stunden später stand dann auch noch das Spiel in Bayreuth, denen man im ersten Vorbereitungsspiel noch mit 4:4 Paroli bieten konnte, auf dem Programm. Mit lediglich neun Spielern konnten die Delphine anreisen, und daher war man vor allem in konditioneller Hinsicht deutlich unterlegen. 22:8(5:1;6:1;6:4;5:2) hieß es am Ende, wobei alleine der Ex-Ingolstäder Wolfgang Übersetzig acht Treffer markierte. Diese Negativerlebnisse so schnell wie möglich abhaken und nach vorne schauen hieß die Devise für die kommenden Heimspiele, was auch recht gut gelang. Man musste sich zwar gegen Nürnberg mit 3:7(0:2;1:2;0:2;2:1) und gegen Bayreuth mit 6:14(1:3;2:1;2:4;1:6) geschlagen geben, jedoch konnte man in beiden Spielen gut mit dem Gegner mithalten, am Ende fehlte vor allem gegen Bayreuth lediglich die Kondition. Zum Saisonfinale war die mittlerweile zum Angstgegner mutierte WBG Coburg zu Gast im Ingolstädter Freibad. Doch überraschenderweise waren diesmal die Delphine die tonangebende Mannschaft, trotzdem reichte es nur zu einem 5:9(1:2;1:1;2:3;1:3). Vor allem in der Defensive boten die Gastgeber eine überzeugende Leistung, wobei im Sturm das altbekannte Manko der schwachen Chancenverwertung nicht ausgebügelt werden konnte. Es war ein glücklicher Sieg der Coburger, die dadurch als Meister der Oberliga feststanden. Die Turniere im Sommer Nach einer kurzen Sommerpause standen für die Delphine
schon wieder die ersten Vorbereitungsturniere auf die neue Spielzeit auf
dem Programm. Neben den mittlerweile schon traditionellen Teilnahmen an
den Turnieren im Mannheim und Borghorst wollte man, wie schon so erfolgreich
im Vorjahr, ein eigenes Turnier veranstalten. Dieses Vorhaben musste jedoch
mangels Kooperation der Stadt und vieler Absagen seitens der eingeladenen
Vereine kurzfristig begraben werden. Am 28./29. Juli ging es also für
die Delphine auf die 350 km lange Reise nach Mannheim, zu dem man bereits
um 7:30 Uhr aufgebrochen war. Nach der Turnierbesprechung hatte die Mannschaft
etwas Zeit sich mit Fußball auf die zwei Fortschritte in der Jugend Auch beim Wasserballnachwuchs sind stetige Fortschritte
erkennbar. Seit der letzten Saison kümmern sich neben Günther
Amann mit dem ehemaligen Spieler Max Binder sowie dem jungen Aktiven Gerhard
Hell, der z.Zt. den Trainerschein macht, weitere erfahrene Leute um die
Jugend der Delphine. In der nächsten Saison wird es trotzdem, wie
auch schon in der vergangenen Spielzeit, keine Jugendmannschaft der Delphine
geben, die am Ligenspielbetrieb teilnimmt. Der Hauptgrund dafür liegt
in der derzeitigen Altersstruktur der Jugendlichen. So kann man zwar auf
eine beachtliche Anzahl an Trainingsteilnehmer bauen, die meisten von
ihnen sind aber leider noch jung. Und bei den älteren Jahrgängen
sind es zu wenige Spieler, um eine Mannschaft aufzustellen. Daher sind
alle interessierten, insbesondere die Jahrgänge '88-'91, herzlich
dazu eingeladen das Training zu besuchen und sich den Wasserballern anzuschließen.
Dass es sich lohnt zeigten die Freundschaftsspiele gegen Augsburg und
München, die auch beide keine Jugendmannschaften gemeldet haben,
in der vergangenen Spielzeit. Mit 20 Spielern reisten die Delphine zu
den Auswärtsspielen und hatten dabei einen großen Spaß.
Vor allem in München, denn dort bildete man mit den Münchner
gar drei Mannschaften und veranstaltete ein kleines Turnier, bei dem die
Jugendlichen auch einmal mit den Spielern des anderen Vereins zusammenspielen
konnten. Auf dieser Grundlage nimmt auch ein Großteil der Ingolstädter
Spieler am diesjährigen Eugen-Goß-Pokal teil, bei dem neben
Oberbayern(Spieler aus Ingolstadt und München) noch Unterfranken(Würzburg),
Schwaben(Augsburg) sowie die Oberpfalz(Weiden) eine Bayerische Bezirksmeisterschaft
der C-Jugend austragen. Die Spiele werden am 8.12.2001 in der Ingolstädter
Ochsenschlacht stattfinden. Desweiteren plant man im nächsten Jahr
am Junior-Masters-Cup teilzunehmen. Hier können neben den A-und B-Jugendlichen
auch noch die älteren und ehemaligen Spieler teilnehmen, die nicht
mehr aktiv in der Liga spielen. Durch diese Mischung sollten gerade die
Jugendlichen noch einiges von den älteren Semestern lernen können.
Jede teilnehmende Mannschaft wird ein Turnier austragen, in Ingolstadt
wird dieses im Sommer 2002 stattfinden. |