| Delphine müssen in der Aufstiegsrunde Lehrgeld zahlen Platz vier nach der Vorrunde mit 12:12 Punkten, die daraus resultierende Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd, die mit Abstand beste Saison seit dem Aufstieg in die Oberliga - die Wasserballer des SC Delphin hatten schon vor dem ersten Aufstiegsrundenspiel mehr erreicht als sie auch nur in ihren kühnsten Träumen erwartet hatten. Trotzdem hatte man insgeheim auf einen erneuten Coup in den ersten beiden Spielen gehofft. Daraus wurde leider nichts, bei Aufstiegsfavoriten aus Nürnberg musste man sich am Samstag mit 14:4(4:1;4:1;3:0;3:2) geschlagen geben und Tags drauf ging man daheim nach einem 7:13(2:2;1:2;1:4;3:5) gegen den TV Memmingen erneut leer aus. Das Spiel in Nürnberg stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Mit lediglich neun Mann machten sich die Delphine auf die Reise, mit Thomas Back musste gar ein erst 15-Jähriger B-Jugendspieler aushelfen. Aber auch der Rest der Mannschaft war nicht gerade im Rentenalter, nur zwei Spieler auf Ingolstädter Seite waren älter als 23. Nach einer knapp zweistündigen Autofahrt - bedingt durch diverse Orientierungsprobleme auf Nürnbergs Autobahnen - erreichte man endlich das Nürnberger Freibad. Dort angekommen blieb auch kaum noch Vorbereitungszeit und das Spiel wurde pünktlich angepfiffen. Die Delphine wirkten ob der niedrigen Wassertemperatur anfangs noch etwas gelähmt und so dauerte es gerade einmal 38 Sekunde bis Matthias Kallok im Tor der Gäste zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Keine Minute später fiel gar das 2:0 für Nürnberg, doch diese frühen Toren schienen die Delphine nun aufgeweckt zu haben. Nach mehreren Chancen auf beiden Seiten gelang Christian Ritter in der fünften Spielminute nach einem Traumpass von Philipp Pirzer das 2:1. Die Freude währte allerdings nicht lange, 35 Sekunden später erhöhte Nürnberg in Überzahl zu 3:1. Und ganze sieben Sekunden vor der ersten Pause mussten die Delphine auch noch das 4:1 hinnehmen. Auch im zweiten Durchgang merkte man den Delphinen das Fehlen der vielen Stammspieler an, vor allem in der Offensive gelang viel zu wenig. So war es auch kein Wunder das Nürnberg bis auf 7:1 davonziehen konnte, ehe Alexander Puscas in Überzahl der zweite Delphintreffer gelang. Mit 8:2 ging es in die zweite Pause. Im folgenden Viertel ließen bei beiden Teams die Kräfte nach, Torchancen waren nun eher selten. Trotzdem konnte Nürnberg noch drei Tore nachlegen, womit es zur letzten Pause 11:2 stand. In den ersten Minuten des letzten Spielabschnittes legten die Gastgeber erneut zwei Tore nach. In der 26. Minute war Jan Chacko mit einem schönen Rückhandwurf das dritte Delphintor vergönnt und zwei Minuten später brachte auch Johannes Ullrich noch einen Ball im Nürnberger Gehäuse unter. Sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff hatten die Delphine den Angriff der Gastgeber abgewehrt und schwammen gerade einen 4-gegen-2 Konter, als ein katastrophaler Fehlpass in der Abwehr den Nürnbergern den 14:4 Endstand schenkte. Es spielten: Kallok, Pirzer (1) , Ritter (1), Puscas (1), Ulrich (1), Back, Chacko, Ungar, Hell Am darauffolgenden Sonntag stand das zweite Spiel der Aufstiegsrunde auf dem Plan. In Nürnberg hatte man sich schon vor vornherein keine Chance ausgerechnet, gegen den Tabellennachbarn aus Memmingen sah man die Situation etwas optimistischer. Und das Spiel begann auch sehr vielversprechend für die Delphine, nach nicht einmal drei Minuten führte man durch Tore von Alexander Puscas und Jan Chacko schon mit 2:0. Die dringend benötigte Ruhe brachte dieser Vorsprung dem Spiel der Delphine nicht, stattdessen ließ man sich von den (für ihre Schwimmstärke bekannten) Memmingern immer wieder auskontern. Trotz einiger guter Paraden von Torwart Matthias Kallok - er wird Stammkeeper Florian Pirzer für die gesamte verbleibende Saison ersetzen - ging es nur mit 2:2 in die erste Pause. Die Delphine zeigten sich jedoch gut erholt und Philipp Pirzer konnte nach gut acht Minuten die 3:2-Führung erzielen. Allerdings hielt die Führung auch diesmal wieder nicht allzu lange und zum Seitenwechsel lag Memmingen mit 4:3 in Führung. Der dritte Spielabschnitt sollte der Knackpunkt des Spiels werden. In der 16. Minute gelang Christian Ritter das 4:4, das jedoch nur 30 Sekunden hielt. Beim Stand von 4:6 war für Christian Ritter nach einem üblen, aber vom Schiedsrichter ungeahndeten Foul das Spiel aufgrund einer Nasenverletzung vorzeitig beendet. Nachdem die Memmingen nun erkannten, dass die Unparteiischen vieles durchgehen ließen erhöhten sie nun ihre (schon allseits bekannte) Aggressivität. Durch die vielen versteckten, teil brutalen Fouls wirkten die Delphine in der Folgezeit immer mehr verunsichert und haderten mit den Schiedsrichtern. Was aber im Endeffekt nicht weiter brachte als ein 4:8 zur letzten Pause. Das Spiel war nun endgültig gelaufen und auch innerhalb der Delphine entlud sich nun der Unmut untereinander, so dass kein geordnetes Spiel auf Ingolstädter Seite mehr aufkam. Bis auf 4:11 konnten die Memmingen davonziehen, ehe Spielertrainer Christian Ungar sowie Philipp Pirzer Ergebniskosmetik betrieben. nach einem erneuten Gegentor setzte Alexander Puscas mit dem 7:13 den Schlusspunkt unter ein enttäuschendes Spiel der Delphine. Bis zum nächsten Aufstiegsrundenspiel gegen Bayreuth am 21.06.03 bleiben den Delphinen nun knappe drei Wochen Zeit, um die beiden schwachen Spiele zu verarbeiten. Doch selbst wenn es in dieser Saison nichts mehr zu holen gibt, wie Eingangs schon erwähnt hat man im Lager der Delphine in dieser Saison schon jetzt weitaus mehr erreicht als in den vergangen Jahren zusammen. Es spielten: Kallok, Pirzer (2) , Ritter (1), Puscas (2), Ulrich, Back, Chacko (1), Ungar (1), Apitzsch, Hell |