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Ohne Tore gewinnt man keine Spiele...
Ein vermeintlich leichtes Spiel stand für die Wasserballer das SC Delphin Ingolstadt am vergangen Sonntag auf dem Programm. Gegner war der Tabellenvorletzte aus Fürstenfeldbruck. und die Delphine machten ein gutes Spiel, vor allem in der Abwehr stand man glänzend. Das große Problem der Delphine war jedoch die Chancenverwertung. Lediglich einen mickrigen Treffer konnten die Gastgeber im gegnerischen Gehäuse unterbringen - viel zu wenig, um ein Wasserballspiel zu gewinnen. Am Ende musste man sich mit einem 1:6(0:3;0:0;1:1;0:2) abfinden. Das Spiel begann für die Delphine schon äußerst schlecht, nach gerade einmal 35 gespielten Sekunden musste Uli Schmid die Notbremse ziehen, den fälligen Strafwurf verwandelten die Gäste aus Fürstenfeldbruck ganz abgeklärt. Nach diesem frühen Gegentor und dem unerwartet intensiven Pressing der Gäste bekamen die Delphine große Probleme im Spielaufbau. Durch viele individuelle Fehler beraubten sich die Ingolstädter immer wieder ihrer Torchancen, im Gegensatz zu dem Gästen, die die sich ihnen bietenden Chancen eiskalt verwerteten. So stand es nach lediglich drei Minuten schon 0:3 aus Sicht der Delphine. In den folgenden zwei Minuten hatten die Ingolstädter sage und schreibe viermal die Chance, ein Tor mit einem Spieler mehr im Wasser zu erzielen, sämtliche Überzahlsituationen wurden jedoch kläglich und teils schon grob fahrlässig vergeben. Gleich zu Beginn des zweiten Viertels bekamen die Delphine eine erneute Überzahlsituation zugesprochen, doch an diesem Abend bedeutete das mehr Fluch als Segen. Unverständliche Fehlpässe und eine nie dargewesene Abschlussschwäche prägten das Überzahlspiel der Delphine an diesem Abend. Gefallen wusste dagegen das Ingolstädter Unterzahlspiel, zweimal konnte man eine Unterzahlsituation souverän überstehen. Tore fielen keine im zweiten Durchgang, entweder scheiterten die Delphine am starken Gästekeeper oder am eigenen Unvermögen. Zu allem Überfluss vergab Johannes Ullrich auch noch einen Strafwurf. Nach zwei Minuten im dritten Durchgang erlangten die Delphine eine erneute Überzahlsituation, welche jedoch - wie sollte es auch anders sein - wieder vergeben wurde. In Unterzahl standen die Gastgeber dagegen weiterhin sehr gut, auch eine Auszeit der Gäste konnte das konzentrierte Abwehrbollwerk um Torwart Florian Pirzer nicht aus der Ruhe bringen. In der zwanzigsten Minute war es dann endlich soweit, Alexander Puscas erzielte das 1:3 - endlich hatte ein Überzahlspiel der Delphine gefruchtet. Doch die vermeintliche Aufholjagd wurde im Keim erstickt, denn nur 16 Sekunden später fiel das 1:4. In der letzten Minute des dritten Spielabschnitts vergaben die Delphine noch zwei Überzahlspiele, ehe es in die letzte Pause ging. So schlecht das Überzahlspiel an diesem Abend auch funktionierte, das Unterzahlspiel der Delphine war grandios. Selbst eine 4:6-Unterzahlsituation überstand man zu Beginn des letzten Viertels unbeschadet. In der 25. Minute half auch die starke Abwehr nichts mehr, Fürstenfeldbruck erzielte das 1:5 in Überzahl und damit drei Minuten vor dem Abpfiff wohl auch die Vorentscheidung. In der vorletzten Spielminute schickte der Schiedsrichter Philipp Pirzer sowie einen Gästespieler nach einer kleinen Rangelei vorzeitig zum Duschen. Das 1:6 kurz vor dem Schlusspfiff stellte den Endstand dar. Durch die Niederlage rutschen die Delphine auf Platz vier der Tabelle ab, wohingegen sich Fürstenfeldbruck auf Platz fünf verbessert. Am nächsten Wochenende sind die Delphine zu Gast beim derzeitigen Tabellenschlusslicht Augsburg, ein leichtes Spiel wird das aber mit Sicherheit nicht. man kann nur hoffen, dass die Delphine bis dahin ihre Ladehemmungen abstellen. Es spielten: Pirzer F., Pirzer P., Ritter, Puscas (1), Ullrich, Kallok, Stohrer, Ungar, Apitzsch, Pöhlmann, Schmid, Hell |