Starke Leistung gegen ungeschlagene Nürnberger

Eine starke Partie zeigten die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt am Samstag beim Spiel in Nürnberg. Beim Topteam der Liga - mit 10:0 Punkten aus fünf Spielen noch immer ohne Punktverlust - mussten sich die Delphine mit 13:6(3:2;6:1;2:2;2:1) geschlagen geben, konnten die Heimreise jedoch erhobenen Hauptes antreten. Bis auf das zweite Viertel war das Spiel absolut ausgeglichen. Die anwesenden Zuschauer sahen zu Beginn einen offenen Schlagabtausch der beiden Teams, nach 99 Sekunden ging Nürnberg mit 1:0 in Führung. Keine weitere Minute war gespielt, als der Ingolstädter Center Steffen Apitzsch den Ausgleich markieren konnte. Doch es ging munter weiter, 27 Sekunden später fiel die erneute Führung für Nürnberg. Auch diesmal hielt die Führung nicht sehr lange, Alexander Puscas traf 35 Sekunden später zum erneuten Ausgleich. Damit jedoch nicht genug, wieder vergingen nur 18 Sekunden, ehe das 3:2 fiel. Nach diesem Auftakt besannen sich beide Mannschaften mehr auf die Defensive und so fielen bis zur ersten Pause keine weiteren Tore mehr. Aufgrund der starken Leistung im ersten Viertel wurden die Delphine im zweiten Durchgang etwas übermütig und wollten weitere Tore erzwingen. Dieser Offensivdrang wurde den Gästen wie schon so oft auch an diesem Abend zum Verhängnis. Die im ersten Viertel so überragende Abwehr war plötzlich nicht mehr vorhanden, und auch in der Offensive tat man sich schwerer. Infolgedessen konnten die Nürnberger bis auf 6:2 davonziehen, ehe Philipp Pirzer den Nürnberger Torwart mit einem trockenen Wurf aus spitzem Winkel überwinden konnte. Dieses sollte jedoch das einzige Ingolstädter Tor im zweiten Spielabschnitt bleiben, wohingegen die Gastgeber noch dreimal trafen. Mit einem 9:3 ging es also in den Seitenwechsel. Die mahnenden Worte von Spielertrainer Christian Ungar in der Pause nahmen sich die Delphine zu Herzen und spielten im dritten Viertel wieder so wie zu Beginn der Partie - in der Defensive sehr kompakt und nach Vorne mit der nötigen Geduld. Und schon lief es wieder bei den Gästen, Steffen Apitzsch traf mit seinem zweiten Tor zum 9:4. Das Spiel war jetzt wieder absolut ausgeglichen, beide Mannschaften erarbeiteten sich gute Chancen, die jedoch nicht zum gewünschten Torerfolg führten. Die Ingolstädter Defensive stand sehr sicher, was vor allem am sehr starken Centerverteidiger Johannes Ullrich lag. Und wenn dieser sich dann doch einmal geschlagen geben musste war mit Matthias Kallok - er vertrat den verhinderten Florian Pirzer - ein äußerst sicherer Rückhalt im Tor der Delphine. Bis zur letzten Pause musste er jedoch noch hinter sich greifen, ehe Philipp Pirzer den 11:5-Pausenstand herstellte. Der letzte Durchgang begann mit einer Strafzeit gegen die Delphine - übrigens die erste im gesamten Spiel - und die Chance ließen sich die cleveren Nürnberger natürlich nicht nehmen und markierten das 12:5. In der 25. Minute erzielten die Nürnberger das 13:5, eine Minute später gab es auch für die Delphine die erste und einzige Überzahlsituation, welche Alexander Puscas zum 13:6 nutzte. In den letzten Minuten boten sich noch einige Chancen - unter anderem scheiterte Christian Ungar freistehend am Nürnberger Keeper - am Ergebnis änderte sich allerdings nichts mehr. Trotz dieser Niederlage bleiben die Delphine auf Platz drei der Tabelle. Diesen dritten Tabellenplatz gilt es nächsten Samstag zu verteidigen, wenn der SV Augsburg um 19:30 Uhr zu Gast in der Ingolstädter Ochsenschlacht ist.

Es spielten: Kallok, Pirzer P. (2), Ritter, Puscas (2), Ullrich, Stohrer, Ungar, Apitzsch (2), Roelandt