Verletzungspech kostet nächste Runde im SSV-Pokal

Die neue Wasserballsaison begann für die Delphine äußerst unglücklich. Nachdem man sich nach fünf Jahren Abstinenz durch die letztjährige Halbfinalteilnahme am bayerischen Pokal endlich wieder für den SSV-Pokal qualifiziert hatte, musste man für die erste Runde gleich eine halbe Deutschlandreise auf sich nehmen. Der SSV Trier war den Delphinen zugelost wurden. Und am Ende des insgesamt 12-stündigen Ausflugs standen die Delphine mit leeren Händen da - mit 6:4(3:1;1:1;1:0;1:2) behielten die Trierer in einem guten Spiel die Oberhand. Das Ergebnis überrascht umso mehr, wenn man bedenkt, dass den Delphinen gleich fünf Stammspieler nicht zur Verfügung standen. Mit Phlippp Pirzer und Alexander Puscas fehlten die beiden treffsichersten Spieler der Vorsaison, Spielertrainer Christian Ungar weilte im Urlaub und auch Johannes Ullrich sowie Neuzugang Markus Drechsler mussten verletzungsbedingt passen. Dennoch fanden sich zehn einsatzfähige Spieler, unter diesen mit Hermann Kwaka und Günther Mayer auch zwei 16-jährige Nachwuchstalente der Delphine. Aufgrund der angespannten Spielersituation ging man im Lager der Delphine von einer lehrreichen Erfahrung aus, doch wider Erwarten waren die Delphine dem südwestdeutschen Pokalsieger ein ebenbürtiger Gegner. Beide Mannschaften standen von Beginn an sehr sicher in der Defensive, sodass Torchancen eher selten waren. Bis zur vierten Spielminute dauerte es, ehe Steffen Apitzsch mit einem schönen Distanzwurf das 1:0 für die Ingolstädter gelang. Dieses Tor schien jedoch mehr den Gastgebern als den Delphinen zu nutzen, denn plötzlich stimmte die Zuordnung bei den Delphinen in der Abwehr nicht mehr. Die logische Konsequenz waren drei ärgerliche Gegentore innerhalb von zwei Minuten. Mit dem 3:1 ging es auch in die erste Pause. Kurz nach Wiederanpfiff bekamen die Delphine ein Überzahlspiel zugesprochen, welches sie allerdings überhastet abzuschließen versuchten. Eine Minute später verschaffte erneut Steffen Apitzsch den Delphinen mit seinem Treffer zum 3:2 wieder Hoffnung. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten einige Torchancen, der nächste Treffer fiel allerdings erst in der elften Spielminute, als Trier auf 4:2 erhöhen konnte. Nach dem Seitenwechsel waren die Delphine zunächst das aktivere Team und hatten erneut eine 20-sekündige Überzahlsituation, die sie aber wie im zweiten Viertel kläglich vergaben. 52 Sekunden vor der letzten Pause musste der stark haltende Matthias Kallok den Ball nach dem 5:2 für Trier aus dem Netz holen. Mit der Brechstange wollten die Delphine im letzten Durchgang die Wende erreichen, aus jeder Lage wurde nun geschossen. Diese Strategie schien zunächst aufzugehen, Frank Roelandt erzielte mit einem herrlichen Distanzwurf das 5:3 und das Spiel war nun wieder offen. Die Entscheidung fiel erst 28 Sekunden vor dem Schlusspfiff, als ein Trierer aus einem Gewühl vor dem Ingolstädter Tor heraus das spielentscheidende 6:3 erzielte. Das 6:4 durch Steffen Apitzsch wenige Sekunden vor dem Spielende war dadurch nur noch Ergebniskosmetik, zeigte aber, dass die Delphine mit Sicherheit nicht chancenlos waren und mit etwas weniger Verletzungspech und etwas mehr Konzentration im Überzahlspiel durchaus die nächste Runde hätten erreichen können. Dennoch ist die Niederlage kein Beinbruch, zeigte das Spiel doch, dass die Delphine zwei Wochen vor dem Saisonbeginn in der Oberliga Bayern schon gut in Form sind.

Es spielten: Kallok, Vömel, Ritter, Mayer, Kwaka, Hendrichs, Chacko, Roelandt (1), Apitzsch (3), Hell