Delphine mit guten Leistungen, aber wenigen Punkten Ingolstadt(rtc) Drei enge Spiele, am Ende aber nur ein einziger Sieg - so lautet die Bilanz der Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt aus den letzten beiden Wochenenden. Im Pokal mussten sich die Delphine gegen Fürstenfeldbruck mit 13:9(3:1;3:1;4:5;3:2) geschlagen geben, eine Woche später unterlagen sie zu Hause gegen Memmingen mit 13:14(4:2;1:6;6:4;2:2), konnten Tags drauf allerdings einen 6:5(3:1;1:0;2:1;0:3)-Erfolg gegen Augsburg feiern. Vor dem Auftakt der Rückrunde der bayerischen Oberliga am 13.3. stand eine Woche zuvor zuerst noch das Viertelfinale im bayerischen Pokal auf dem Programm. Die Delphine mussten in Fürstenfeldbruck antreten, immerhin die dominierende Mannschaft der diesjährigen Wasserball-Oberliga. Aus diesem Grund reisten die Delphine als klare Außenseiter zum Austragungsort nach Ebersberg - Fürstenfeldbruck hat momentan kein eigenes Hallenbad. Wie schon beim Auswärtsspiel in der Punktrunde (Ergebnis: 10:6) war das Spiel auch diesmal über weite Strecken absolut ausgeglichen. Von Beginn an zeigten die Delphine eine sehr gute Mannschaftsleistung, einzig und allein die Chancenverwertung war wieder einmal inakzeptabel. So stand es am Ende des zweiten Viertels schon 6:2, ehe die famose Aufholjagd der Delphine begann. Fast jeder Angriff wurde nun in ein Tor umgemünzt und nach 18 Spielminuten hatten die Delphine das Spiel auf 7:7 ausgeglichen. Nun allerdings zeigte sich eine in dieser Saison in schöner Regelmäßigkeit auftretende Schwäche der Delphine: Der Übermut. Anstatt nach dem Ausgleich ruhig und konzentriert ihr Spiel zu spielen versuchten die Delphine nun mit der Brechstange die Pokal-Sensation zu erzwingen. Doch dieser Schuss ging nach Hinten los, ebenso schnell wie der Ausgleich herbeigeführt wurde lagen die Delphine schon wieder mit 10:7 bis zum Viertelende zurück. Nach dem 10:8 keimte noch einmal Hoffnung auf, ein Doppelschlag der Brucker innerhalb von 22 Sekunden brachte jedoch die endgültige Vorentscheidung. Am Ende stand ein 13:9 auf der Anzeigentafel und die Delphine sind somit nach dem Aus im süddeutschen Pokal auch aus dem bayerischen Pokal ausgeschieden. Es spielten: Kallok, Pirzer, Drechsler (2), Mayer, Ullrich (2), Roelandt, Chacko, Ungar, Apitzsch (3), Hell, Stohrer(2) Eine Woche nach dem Pokalaus empfingen die Delphine zu Hause den TV Memmingen. Und auch dieses Aufeinandertreffen versprach spannend zu werden, war doch das Hinspiel in Memmingen nur äußerst knapp entschieden worden und die Duelle in der jüngeren Vergangenheit immer von vielen Aggressionen geprägt. Doch diesmal war das Spiel erfreulicherweise erstaunlich fair, was wohl auch mit daran gelegen haben dürfte, dass Memmingen nur mit einem kleinen Kader angereist war und sich daher ein Spielausschluss doppelt hart ausgewirkt hätte. Gleich zu Beginn zeigten die Delphine den Gästen wer Herr im Hause ist und es ging mit einem 4:2 in die erste Pause. Kurz nach Wiederanpfiff folgte das 5:2 und damit schien das Spiel schon vorzeitig entschieden - zumindest hatte man bei den Delphinen den Eindruck, den Gegner nun nicht mehr wirklich ernst zu nehmen und es kam wie es kommen musste: Bis zum Ende des zweiten Viertels stellte Memmingen den Spielstand auf den Kopf - mit 5:8 ging es in die Pause. Die Gegentreffer fielen allesamt aus der Distanz, da die Ingolstädter es versäumten, wie abgesprochen aggressiv auf den Mann zu gehen. So war auch der ansonsten sichere Matthias Kallok im Tor der Delphine gegen die platzierten Wurfgeschosse des Gegners machtlos. Nach einer kleinen Standpauke von Spielertrainer Christian Ungar in der Pause ging es in den dritten Spielabschnitt und nun sah man eine komplett verwandelte Ingolstädter Mannschaft. Kein Ball wurde verloren gegeben, der Gegner wurde früh gestört und in der Offensive kehrte der Erfolg zurück. Bis auf 10:10 kämpften sich die Delphine heran, doch zwei Unachtsamkeiten kurz vor der letzten Pause zogen zwei weitere Gegentore nach sich. Trotzdem war das Spiel beim Pausenstand von 11:12 wieder völlig offen. Im letzten Durchgang hatten die Delphine dann auch mehr vom Spiel, doch auf jeden Ausgleichstreffer konnte Memmingen wiederum die Führung erzielen. Als 46 Sekunden vor Ende der Partie das 13:14 fiel nahmen die Delphine eine Auszeit, um wenigstens noch einen Punkt zu ergattern. Daraus wurde jedoch nichts mehr, zu überhastet agierten die Delphine und verschenkten somit letzten Endes mindestens einen Punkt im Kampf um die Aufstiegsrunde. Es spielten: Kallok, Pirzer (1), Ritter (1), Mayer, Ullrich (4), Roelandt, Chacko, Ungar (3), Apitzsch (4), Stohrer, Hell Aus den Fehlern gegen Memmingen und Fürstenfeldbruck lernen und wenigstens gegen Augsburg wichtige Punkte einfahren lautete die Devise am Sonntag. Und die Delphine hatten sich viel vorgenommen, von Beginn an zeigten sie eine unglaublich starke mannschaftliche Geschlossenheit, Augsburg kam im gesamten Spiel kaum einmal gefährlich vor das Ingolstädter Tor. Mit 3:1 ging es in die erste Pause und bis auf das glückliche Gegentor der Gäste bestimmten die Delphine das Spiel nach belieben, lediglich im Abschluss offenbarten sich wieder einmal die alten Schwächen. Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht, lediglich ein Treffer gelang den Delphinen, die dafür gleich dreimal das leere Tor verfehlten. Im dritten Spielabschnitt gelangen dann immerhin zwei weitere Tore zum 6:1, danch kam jedoch das Schiedsrichterduo ins Spiel und machte selbiges noch einmal spannend. Nach mehreren glasklaren Fehlentscheidungen von den Delphinen kritisiert, fühlten sie sich wohl in ihrem Ego verletzt und von diesem Zeitpunkt an war die Bezeichnung "Unparteiischer" für die beiden nicht mehr haltbar. Trotz der erdrückenden Überlegenheit der Delphine verstanden es die Spielleiter, die Regeln derart neu zu definieren, dass Ingolstadt plötzlich sowohl in der Offensive als auch in der Defensive alles abgepfiffen bekam, wohingegen Augsburg völlige Narrenfreiheit hatte. Doch trotz dieser offensichtlicher Wettbewerbsverzerrung brachten die Delphine den Sieg, wenn auch äußerst knapp mit 6:5, noch über die Zeit. An der sehr guten Leistung der Delphine ändert dieses Ergebnis nichts und auf dieser Leistung aufbauend können die Ingolstädter am nächsten Wochenende bei einem Sieg gegen die direkte Konkurrenz aus Coburg einen weiteren Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen. Es spielten: Kallok, Pirzer, Ritter (1), Mayer, Ullrich, Roelandt, Drechsler, Ungar (2), Apitzsch (2), Chacko, Stohrer (1), Hell |