Die Aufholjagd hat begonnen

Ingolstadt(rtc) Eine Woche nach dem wichtigen Sieg gegen Augsburg präsentierten sich die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt auch am vergangenen Sonntag in Topform. Gegen die WBG Coburg feierten sie einen deutlichen und in dieser Höhe absolut verdienten 17:9(3:4;4:1;2:3;8:1)-Erfolg. Das Spiel begann allerdings alles andere als viel versprechend. Bereits nach 15 Sekunden waren die Delphine das erste Mal in Unterzahl und exakt mit Ablauf der Strafe fiel das 0:1. Als Torhüter Matthias Kallok nach gerade einmal 63 Sekunden schon zum zweiten Mal hinter sich greifen musste, musste man Schlimmstes befürchten. Dennoch ließen sich die Delphine nicht aus der Ruhe bringen und spielten weiter ihr System, lediglich in Sachen Chancenverwertung haperte es wieder einmal. Zur ersten Pause stand es daher trotz optischer Überlegenheit nur 3:4 aus Ingolstädter Sicht, was mit Sicherheit auch an den fünf Unterzahlsituationen lag, die die Delphine in den ersten sieben Minuten zu überstehen hatten. In den ersten beiden Minuten des zweiten Durchgangs erspielten sich die Delphine einige schöne Chance, der Ausgleich wollte jedoch nicht fallen. Erst das zweite Überzahlspiel nach neun Minuten verhalf den Gastgebern zum 4:4. Das Tor gab den Delphinen Sicherheit und nun hatte man sich auch auf das Spiel der Coburger eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt dominierten die Ingolstädter das Spiel und gingen deutlich disziplinierter als noch im ersten Spielabschnitt zu Werke. Folgerichtig konnten sie sich bis zum zweiten Pausenpfiff eine 7:5-Führung erarbeiten. Mit dem 8:5 kurz nach der Pause schien das Spiel entschieden, doch Coburg konnte durch zwei Unachtsamkeiten in der Ingolstädter Hintermannschaft sowie einen Strafwurf auf 8:8 ausgleichen. Das 9:8 kurz vor der letzten Pause beruhigte die angespannten Nerven der Delphine wieder. Hochmotiviert ging es ins letzte Viertel und durch einen Doppelschlag in der 24. Minute zogen die Gastgeber auf 11:8 davon. Als eine Minute später das 11:9 fiel nahm Spielertrainer Christian Ungar eine Auszeit, um das Spiel zu beruhigen. Doch anstatt wie erwartet zu mauern brannten die Delphine nun ein Offensivfeuerwerk ab. Fünf Tore binnen drei Minuten machten aus dem 11:9 ein 16:9 und brachten damit die endgültige Entscheidung. Eine Sekunde vor dem Abpfiff traf Nachwuchsspieler Günter Mayer noch zum 17:9-Endstand. Durch diesen Sieg sind die Delphine in der Tabelle jetzt bis auf einen Punkt an den Tabellenvierten aus Coburg herangerückt. Bei drei noch ausstehenden Spielen und aufgrund der überragenden Mannschaftsleistung am Sonntag darf man sich im Lager der Delphine also durchaus noch Hoffnung auf Platz vier und die damit verbundene Qualifikation für die Meisterrunde machen.

Es spielten: Kallok, Pirzer (1), Ritter, Puscas (3), Ullrich (1), Roelandt, Grundheber (2), Chacko, Ungar, Apitzsch (6), Hendrichs (3), Mayer (1), Hell