Delphine stürzen nach weiterer Niederlage vollends ab

Ingolstadt(rtc) Während die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft am Wochenende in Rio de Janeiro die Olympiaqualifikation feiern konnte, befinden die Ingolstädter Wasserballer des SC Delphin in einer handfesten Krise. Auch im fünften Spiel der Oberliga Bayern blieben die Delphine ohne Punkt und laufen nun Gefahr, vollends abzustürzen. Nach der 15:4-Niederlage vor zwei Wochen in Bayreuth setzte es auch in Coburg ein bitteres, aber am Ende durchaus verdientes 14:5(4:1;0:1;5:0;5:3). Dem Zuschauer stellt sich langsam die Frage, ob die Delphine nicht wollen oder einfach nicht mehr können. Denn wenn bei einem Auswärtsspiel mehrere Stammspieler private Vergnügungen der langen Auswärtsreise vorziehen und damit die Mannschaft im Stich lassen, sind Niederlagen wie die am Samstag nur eine logische Konsequenz. Das Spiel konnten die Delphine - zumindest in den ersten beiden Vierteln - noch einigermaßen mitgestalten, doch ab der 15. Minute war, ähnlich wie gegen Bayreuth, die Luft bei den Ingolstädtern raus. Aus einem 4:2 nach zwei Vierteln machte Coburg bis zum Spielende ein 14:5! Trotz der überharten Spielweise der Coburger kann und darf man im Lager der Delphine nicht jede Niederlage auf den Gegner, die Schiedsrichter oder den lieben Gott schieben, sondern sollte sich endlich an die eigene Nase fassen und erkennen, dass die Mannschaft im Moment konditionell einfach nicht in der Lage ist, ein komplettes Spiel mit den anderen Teams der Liga mitzuhalten. Erschwerend kommt die fehlende Einsatzbereitschaft bei einem klaren Rückstand hinzu, so dass sich die Delphine gegen Ende eines Spiels regelmäßig abschlachten lassen. Jetzt ist vor allem Spielertrainer Christian Ungar gefragt, der Mannschaft den nötigen Kampfgeist einzuimpfen, um sich beim Kellerduell in zwei Wochen in Augsburg nicht noch weiter zu blamieren.

Es spielten: Kallok, Pirzer, Ritter (1), Puscas (1), Roelandt, Mayer, Stohrer, Schmid, Apitzsch (3), Vömel, Hell