| Die Wasserballsaison 2004/2005 in der Oberliga Bayern Eine Katastrophensaison liegt hinter den Delphinen. Nach Platz vier und fünf in den Vorjahren landete man in der abgelaufenen Spielzeit mit lediglich zwei Punkten aus 20 Spielen abgeschlagen auf dem sechsten und letzten Tabellenplatz. Der TV Memmingen zog seine Mannschaft vor beginn der Spielzeit vom Spielbetrieb zurück, sodass nur noch sechs Mannschaften um die Bayerische Oberligameisterschaft kämpften. Doch bereits im ersten Spiel deutete sich die Schwäche der Delphine an, als man daheim mit 6:20 gegen Bayreuth unterging. Auch das zweite Saisonspiel brachte keinen Besserung, stattdessen setzte es gegen Nürnberg eine 4:16-Heimschlappe. Mit der Hoffnung auf Besserung ging man in die folgenden Spiele, doch wenngleich die Niederlagen teilweise recht knapp ausfielen und zumindest zum Teil sehr unglücklich waren sprangen keine Punkte für die Delphine heraus. So stand das Team nach den 10 Spielen der Winterrunde ohne einen einzigen Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. Die Sommerrunde, an der alle sechs Mannschaften teilnahmen, verlief nur unwesentlich besser. Immerhin konnte aber die totale Katastrophe verhindert werden, da man überraschend gegen den späteren Vizemeister SV Bayreuth den ersten und in dieser Saison leider auch einzigen Sieg feiern konnte. Alles in allem liegt also eine völlig unzufriedenstellende Saison hinter den Delphinen, daher ruht die Hoffnung auf der neuen Spielzeit. Die neue Saison der Bayerischen Wasserball-Oberliga beginnt am Samstag, 03.12.2005. Dann bestreiten die Delphine ihr erstes Saisonspiel beim amtierenden Oberligameister und Bayerischen Wasserball-Pokalsieger Post SV Nürnberg, gegen den man am letzten Spieltag der Vorsaison noch eine herbe 23:9-Schlappe einstecken musste. Nach dem überraschenden Rückzug der Mannschaft der SV Augsburg kurz vor Saisonbeginn nehmen neben Nürnberg und Ingolstadt nur noch die Mannschaften des SV Bayreuth, der WBG Coburg, der WaRa Fürstenfeldbruck sowie die zweite Mannschaft des Regionalligisten SV München 99 an der diesjährigen Meisterschaft teil. Von den daraus resultierenden 10 Vorrundenspielen werden die Delphine im Kalenderjahr 2005 lediglich ihre drei Auswärtsspiele bestreiten (das vierte und fünfte „Auswärtsspiel“ gegen den SV München 99 sowie die WaRa Fürstenfeldbruck findet in Ingolstadt statt). Erst am 29.Januar werden die Delphine mit dem SV Bayreuth den ersten Gegner im heimischen Hallenbad Ochsenschlacht empfangen. Die Vorrunde endet mit dem Heimspiel gegen den SV München 99 am 02. April 2006. Die vier bestplatzierten Teams der Vorrunde werden im Sommer in einer Hin- und Rückrunde den Oberligameister und Regionalligaaufsteiger ermitteln, während die Teams auf den Plätzen fünf bis sieben die weiteren Platzierungen ausspielen. Jedoch darf die zweite Mannschaft des SV München 99 nicht an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen, da dort schon die erste Mannschaft am Spielbetrieb teilnimmt. Am letzten April- oder am ersten Mai-Wochenende werden die Delphine das Halbfinale um den Bayerischen Wasserballpokal beim Sieger der Partie Nürnberg gegen Fürstenfeldbruck bestreiten. Beim Kader der Delphine gab es einige Änderungen gegenüber der enttäuschenden Vorsaison. Neben dem lange verletzten Holger Hendrichs und USA-Heimkehrer Christian Ritter steht Spielertrainer Christian Ungar in der kommenden Saison mit dem erfahrenen Adrian Ledrer ein Neuzugang aus der zweiten Bundesliga zur Verfügung. Zudem soll das erst 15-jährige Torwarttalent Markus Huber die Saison als Nummer eins im Kasten der Delphine bestreiten. Erfreulicherweise gibt es im Lager der Delphine bisher keine Abgänge zu verzeichnen, sodass der Kader in der kommenden Saison qualitativ als auch quantitativ stärker besetzt ist als noch in der vergangenen. Da die Saison aber trotz des vergrößerten Kaders wohl nicht zum Selbstläufer wird wurde bereits in den Sommerferien der Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche Saison gelegt. So fand sich schon im August ein Teil der Mannschaft zu regelmäßigen, freiwilligen Trainingseinheiten im Ingolstädter Freibad ein um die Grundlagenkondition für die neue Saison aufzubauen. Doch nicht nur bei den Delphinen gab es Veränderungen, auch bei den Wasserballregeln hat sich zu dieser Saison einiges getan. Zu den einschneidendsten Veränderungen zählen die Verschmelzung der 4m- und der 7m-Linie zu einer neuen 5m-Linie sowie die von 7 auf 8 Minuten pro Viertel erhöhte Spielzeit. Durch die Zusammenführung der beiden „alten“ Linien erhofft man sich eine höhere Torausbeute sowie ein schnelleres Spiel. Vor allem da Freiwürfe jetzt bereits aus fünf und nicht mehr erst aus sieben Meter direkt verwandelt werden dürfen wird es für die Verteidiger und den Torwart in dieser Saison umso schwerer werden, direkt erzielte Tore zu verhindern. Allerdings gibt es ab dieser Saison auch nur noch eine Ecke, wenn der Torwart den Ball ins Toraus befördert. Fälscht ein Feldspieler einen Schuss ab gibt es, wie beim Handball, Torabwurf. Auch die um insgesamt vier Minuten erhöhte Spielzeit wird zwangsläufig zu mehr Toren führen. Ebenfalls verlängert wurde die Pause zwischen dem zweiten und dritten Viertel, welche von zwei auf fünf Minuten angehoben wird. Um das Spiel noch etwas schneller zu machen wurde zudem die Angriffszeit von 35 auf 30 Sekunden reduziert. Weitere, kleinere Änderungen betreffen die Coaching-Zone (nur noch innerhalb der 5m-Linie anstatt bis zur Mittellinie) sowie das Verhalten bei schweren Fehlern. Alles in allem verspricht die neue Saison nicht zuletzt durch die Regeländerungen viel Spannung. Und die Delphine sollten aufgrund der guten Voraussetzungen durchaus wieder dort mitspielen können, wo sie vor drei Jahren schon einmal standen: Platz 4 und die damit verbundene Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Süd. Christian Ritter |