Delphin-Wasserballer dominieren, bleiben aber vom Pech verfolgt

Ingolstadt(rtc) Am vergangenen Wochenende standen für die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt die ersten beiden Heimspiele dieser Saison in der Bayerischen Oberliga auf dem Programm. Gegner waren der SV Bayreuth sowie die zweite Mannschaft des Regionalligisten SV München 99. Doch trotz starker Leistung mussten sich die Delphine mit 5:10(1:2;2:2;0:2;2:4) sowie 11:12(3:2;2:0;4:8;3:3) geschlagen geben. Für das Spiel gegen Bayreuth hatten sich die Ingolstädter einiges vorgenommen, hatte man doch vor dem Jahreswechsel noch sehr deutlich in Bayreuth verloren. Und die guten Vorsätze schienen zu fruchten, die Delphine waren über weite Strecken des Spiels die spielbestimmende Mannschaft. Wie bei jedem Spiel in dieser Saison gelang den Delphinen auch diesmal das 1:0, Philipp Pirzer brachte seine Farben nach 3:17 Minuten in Front. In der Folgezeit hatten die Gastgeber noch einige weitere hochkarätige Chancen, doch das Pech war den Delphinen treu. Ein Doppelpack der Bayreuther in der sechsten Spielminute drehte den Spielstand zum 1:2. Daran änderte sich bis zur ersten Pause auch nichts mehr. Im zweiten Spielabschnitt war es erneut Philipp Pirzer, der den Ausgleich markierte. Doch dann zeigte sich die eklatante Schwäche der Delphine in diesem Spiel: Das katastrophale Überzahlspiel. Insgesamt konnten die Delphine nur eine der neun Überzahlsituationen ausnutzen, womit schon deutlich wird, dass bei entsprechender Chancenverwertung am Spielende sicherlich keinen Fünf-Tore-Rückstand gehabt hätte, ja normalerweise sogar hätte gewinnen müssen. So aber haderten die Delphine mit dem Schicksal, mehrere Pfostenschüsse und etliche Glanzparaden des Bayreuther Keepers taten ihr übriges. Das 3:4 durch Spielertrainer Christian Ungar ließ noch einmal kurz Hoffnung aufsprießen, danach gelang den Delphinen jedoch nichts mehr. Die beiden weiteren Ingolstädter Tore durch Rodriguez Stohrer zum 4:8 sowie zum 5:9 kamen zu spät und konnten keine Wende mehr herbeiführen. Nur knapp 2,5 Stunden später stand für die Delphine schon das nächste Spiel auf dem Programm. Und diesmal schien alles besser zu laufen. Durch Tore von Ungar, Stohrer und nochmals Ungar zogen die Delphine früh davon und der lange erhoffte erste Saisonsieg schien im Rahmen des Möglichen. Doch zwei Unterzahlsituationen kurz vor Ende des Viertels brachten die Gäste wieder auf 3:2 heran. Davon unbeeindruckt machten die Ingolstädter auch im zweiten Spielabschnitt ihr Spiel und erhöhten durch Christian Ritter und Adrian Lederer bis zur Halbzeit auf 5:2. Auch das 5:3 zu Beginn des dritten Durchgangs steckten die Delphine locker weg und erhöhten zielstrebig auf 7:3, die Torschützen waren Jan Chacko sowie erneut Lederer. Doch das dritte Viertel war noch lange nicht zu Ende, es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. München verkürzte innerhalb von 50 Sekunden auf 7:5. Johannes Ullrich und erneut Ritter erhöhten den Spielstand bei einem weiteren Gegentreffer auf 9:6. 21 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt und da die Delphine den gegner so gut im Griff hatten schien niemand mehr an einem Heimsieg zu zweifeln. Doch binnen 105 (!) Sekunden stellte München das Spiel mit vier aufeinander folgenden Toren auf den Kopf und ging erstmal in Führung. Mit diesem 9:10 ging es in den letzten Spielabschnitt, und den Delphinen gelang es nicht, den Rückstand auszugleichen. Zwar konnten sich Chacko, Ullrich und Pirzer alle ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen, am der bitteren Niederlage änderte das jedoch nichts mehr. Somit bleiben die Delphine auch nach fünf absolvierten Spielen weiterhin ohne Punkt. Jedoch muss man sagen, dass zwei Siege an diesem Spieltag durchaus drin gewesen wären. Besser machen können es die Delphine in den verbleibenden sieben Spielen, die allesamt in Ingolstadt stattfinden werden. Mit der Leistung vom vergangenen Wochenende sollte dabei auf jeden Fall noch der ein oder andere Sieg herausspringen.