Überzahlschwäche bringt Delphin-Wasserballer um den Sieg

Ingolstadt(rtc) Am vergangenen Sonntag verloren die Delphine durch eine 7:11(0:2;4:3;2:4;1:2)-Niederlage gegen die Wasserratten aus Fürstenfeldbruck erneut zwei wichtige Punkte für den Einzug in die Aufstiegsrunde der Oberliga Bayern. Zwar war nach der deutlichen 7:19-Niederlage im Hinspiel nur verhaltener Optimismus angesagt, doch die Delphine präsentierten sich – wie mittlerweile gewohnt – in sehr guter Form. Lediglich das Überzahlspiel bereitete Spielertrainer Christian Ungar und seinen Mannen Kopfzerbrechen. Sage und schreibe 14 Mal waren die Delphine im Spielverlauf mit einem Mann mehr im Wasser, den eigentlich fälligen Torerfolg konnten sie jedoch nur ein einziges Mal bejubeln – zu wenig gegen einen defensiv so starken Gegner wie die Mannschaft aus Fürstenfeldbruck. Deren Überzahlspiel war zwar auch nicht überragend, aber mit vier Treffern aus ebenfalls 14 Situationen immer noch deutlich effektiver als das der Ingolstädter. Da die Delphine zudem kaum ein Mittel gegen das extreme Pressing des Gegners fanden, war der 0:2-Rückstand nach den ersten sieben Minuten kaum verwunderlich. Das 0:3 zu Beginn des zweiten Spielabschnitts brachte die Delphine dann noch weiter in Zugzwang, jedoch fanden Pirzer und Lederer endlich einen Weg, die gelbe Kugel in die Maschen zu befördern. Doch anstatt aufzuschließen, vergab Ullrich beim Stand von 2:4 einen Strafwurf und nur eine Minute später verloren die Delphine Stohrer aufgrund dreier persönlicher Fehler innerhalb von zwei Minuten. Doch selbst das darauf folgende 2:5 brachte die Delphine nicht aus der Ruhe. Nach zwei schadlos überstandenen Unterzahlsituationen waren es Ullrich und Apitzsch, die den Anschluss zum 4:5 besorgten. Die Aufholjagd wurde jedoch teuer bezahlt, standen nun mit Apitzsch und Lederer zwei weitere Spieler aufgrund ihres jeweils zweiten persönlichen Fehlers kurz vor dem Ausschluss. Dem guten Spiel der Delphine tat das jedoch keinen Abbruch, Ullrich und Apitzsch trafen im dritten Abschnitt. Nachdem erneut Ullrich auf 7:9 verkürzen konnten schöpften die aufopferungsvoll kämpfenden Dephine wieder Hoffnung. Eine Minute später bekamen die Ingolstädter eine Überzahlsituation zugesprochen, doch anstatt auf ein Tor zu verkürzen nahmen die Delphine eine nicht erlaubte dritte Auszeit und kassierten dadurch direkt das spielentscheidende 7:10. Zwar verblieben noch knapp vier Minuten Spielzeit, die Moral der Delphine war jedoch dahin.


Es spielten: Huber, Pirzer (1), Ritter, Ullrich (3), Ungar, Chacko, Roßner, Lederer (1), Apitzsch (2), Drechsler, Stohrer