Delphine schrammen an Pokalsensation vorbei Ingolstadt(rtc) Die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt verpassten am Sonntag durch ein unglückliches 9:11(0:2;2:2;1:2;6:5) gegen SV Nikar Heidelberg den erstmaligen Einzug in die zweite Runde des Süddeutschen Wasserballpokals. In einem sehr ausgeglichenen Spiel zahlte sich die intensive Saisonvorbereitung der Delphine aus. Beide Mannschaften standen defensiv sehr sicher und erlaubten dem Gegner kaum zwingende Torchancen. Und wenn die Delphine einmal frei vor dem Heidelberger Tor auftauchten versagten ihnen die Nerven. Auf der anderen Seite war es jedoch kaum anders, denn mit dem erst 16-jährigen Torwart Markus Huber hatten die Delphine einen Fels in der Brandung. Doch in der dritten Minute hatte er nichts zu halten und musste das erste Mal hinter sich greifen. Danach egalisierten sich die Mannschaften weiter, bis Heidelberg 13 Sekunden vor der Viertelpause in Überzahl das 2:0 markierte. Der zweite Durchgang begann wie der erste aufgehört hatte – mit Unterzahl für die Delphine. Zwar konnte die brenzlige Situation schadlos überstanden werden, in der zehnten Minute fiel dann aber das 0:3 aus Ingolstädter Sicht. Eine Minute später sprach das Schiedsrichtergespann den Heidelbergern auch noch einen Strafwurf zu, den sie souverän zum 0:4 nutzten. Doch wer jetzt mit einen Einbruch der Delphine rechnete sah sich getäuscht. Der unnötige Rückstand schien neue Kräfte freizusetzen und endlich klappte es auch mit dem Tore Schießen: Steffen Apitzsch und Adrian Lederer konnten vor dem Seitenwechsel auf 2:4 verkürzen. Im dritten Viertel hatten die Delphine mehr vom Spiel, jedoch konnten sie die Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Lediglich Johannes Ullrich traf zum zwischenzeitlichen 3:5, zum Viertelende stand es 3:6. Dass dieser Spielstand noch lange keine Vorentscheidung war wurde schon bald klar. Die letzten acht Minuten des Spiels waren von tempo, Intensität und Spannung nicht mit den ersten drei Spielabschnitten zu vergleichen. Nach einer Leistungsexplosion der Delphine und den Treffern von Steffen Apitzsch, Holger Hendrichs, Adrian Lederer, Johannes Ullrich und erneut Steffen Apitzsch stand es zwei Minuten vor dem Schlusspfiff plötzlich 8:8 und das Spiel war wieder völlig offen. Ein unnötiges Foul bescherte den Delphinen das 8:9 in Unterzahl und wenige Sekunden später erhöhte Heidelberg mit einem Konter auf 8:10. Das Spiel schien gelaufen, doch die Delphine wollten sich noch nicht geschlagen geben. 90 Sekunden vor dem Abpfiff spielten die Delphine noch einmal in Überzahl und hatten eine Großchance, die der Heidelberger Torwart sensationell parierte. Doch statt der fälligen Ecke entschieden die Schiedsrichter auf Abwurf für Heidelberg – die verwirrten Delphine konnten nur noch mit ansehen, wie ein Heidelberger Spieler die Situation ausnutzte und mit einem Alleingang das vorentscheidende 8:11 markierte. Mit einem Distanzwurf aus 12 Metern gelang Holger Hendrichs sieben Sekunden vor dem Ende zwar noch das 9:11, am Spielausgang sollte das jedoch nichts mehr ändern. Somit war die große Chance zum Einzug in die zweite Runde des SSV-Pokals vertan, aufgrund der gezeigten Leistung ist das Aus mehr als unglücklich. Jetzt gilt die volle Konzentration dem Saisonauftakt in der Oberliga Bayern am 25.11. im Heimspiel gegen Post SV Nürnberg. Es spielten: Huber, Pirzer, Ritter, Puscas, Ullrich (2), Ungar, Hendrichs (2), Chacko, Lederer (2), Apitzsch (3), Mayer, Drechsler, Sandrowski |