Delphin-Wasserballer durchleben Wechselbad der Gefühle

Ingolstadt(rtc) Die Wasserballer des SC Delphin Ingolstadt erlebten am vergangenen Wochenende eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Nachdem am Samstag ein 13:9(2:3;3:3;4:0;4:3)-Sensationssieg gegen den Vorjahresmeister Post SV Nürnberg gelang, setzte es am Sonntag eine vermeidbare 11:17(4:3;3:3;2:6;2:5)-Heimklatsche gegen den SV Augsburg.


Im Spiel gegen die hoch favorisierten Nürnberger zeigten die Delphine die beste Leistung der letzten Jahre. Alexander Puscas markierte nach exakt zwei gespielten Minuten das 1:0 für die Gastgeber, 10 Sekunden vor dem Viertelende gelang Christian Ritter nach zwischenzeitlich drei Nürnberger Toren der 2:3-Anschlusstreffer. Den Rückstand konnten die Delphine im Laufe des zweiten Durchgangs zwar immer wieder egalisieren, Nürnberg legte jedoch in schöner Regelmäßigkeit den Führungstreffer nach. So stand es zum Seitenwechsel nach Toren von Philipp Pirzer (2) und Alexander Puscas 5:6. Nun begannen die Delphine Lunte zu riechen, hatte man gegen die Nürnberger doch in all den Jahren zumeist deutlich den kürzeren gezogen und war nie in einer derart guten Ausgangsposition für einen Sieg gewesen. Die Delphine legten nach dem Anpfiff los wie die Feuerwehr, scheinbar mühelos zwangen sie den Nürnbergern ihr Spiel auf und zwangen durch ihr konsequentes Pressing den großen Favoriten immer wieder zu Fehlern. Steffen Apitzsch, Philipp Pirzer, Johannes Ullrich und Alexander Puscas erhöhten bis zur letzten Unterbrechung auf 9:6. Ganz groß spielte auch der junge Markus Huber im Tor der Delphine auf, der den Nürnberger Stürmer mit einigen großartigen Paraden auch noch das letzte Quäntchen Selbstvertrauen entzog. Auch zu beginn des letzten Spielabschnitts waren die Nürnberger mit dem schnellen und taktisch schlauen Spiel der Delphine völlig überfordert. Philipp Pirzer, Steffen Apitzsch, Alexander Puscas und Christian Ritter nutzten die Resignation der Nürnberger aus und erhöhten auf 13:6. In den letzten vier Spielminuten schlich sich bei den Delphinen der Schlendrian ein, sodass Nürnberg das Ergebnis noch auf 13:9 verschönern konnte.

Es spielten: Huber, Pirzer (4), Ritter (2), Puscas (4), Ullrich (1), Pöhlmann, Hendrichs, Apitzsch (2), Mayer, Ungar


Tags drauf war der SV Augsburg zu Gast in der Ochsenschlacht. Spielertrainer Christian Ungar ermahnte seine Mannen schon vor dem Anpfiff, dass das Spiel deutlich schwerer werden würde als das vom Vortag. Und er sollte (leider) Recht behalten. In den ersten beiden Vierteln knüpften die Delphine an die starke Leistung des Vortages an und zeigten ein ähnlich starkes Spiel. Holger Hendrichs, Adrian Lederer (3), Steffen Apitzsch und Alexander Puscas (2) trugen sich in die Torschützenliste zur 7:6-Halbzeitführung ein. Wie schon am Vorabend sollte der dritte Spielabschnitt das Spiel entscheiden, dismal jedoch zu Ungunsten der Delphine. In der 19. Minute gerieten die Ingolstädter durch das 7:8 erstmalig in Rückstand und vermochten diesen im weiteren Spielverlauf nicht mehr aufzuholen. Lediglich Steffen Apitzsch und Christian Ungar trafen in einem nun hektisch wirkenden Ingolstädter Spiel und so ging es mit 9:12 in den Schlussabschnitt. Für diesen hatten sich die Delphine viel vorgenommen und konnten durch zwei schöne Tore von Steffen Apitzsch auf 11:13 verkürzen. Kurz danach erhielt Spielertrainer Christian Ungar seinen dritten persönlichen Fehler und war damit von nun an zum Zuschauen verdammt. Von der Bank aus erlebte er den Knackpunkt des Spiels, als die Delphine drei Überzahlspiele innerhalb von zweieinhalb Minuten nicht in ein Tor ummünzen konnten. Statt dessen erzielte Augsburg kurz darauf mit einem Konter das 11:14 und brach den bis dahin so aufopferungsvoll kämpfenden Delphinen damit endgültig das Genick. Zwar versuchten die Delphine in den letzten drei Minuten weiterhin alles, doch außer dreier weiterer Gegentore brachten diese nichts mehr ein.

Es spielten: Huber, Pirzer, Ritter, Puscas (2), Ullrich, Pöhlmann, Hendrichs (1), Stohrer, Lederer (3), Mayer, Drechsler, Ungar (1), Apitzsch (4)